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Paprika-Kartoffel-Gulasch vegan

Von Anthroposophen, dicken Kartoffeln und einem veganen Kartoffel-Paprika-Gulasch

Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln. Das wusste schon, äh, ja wer wusste das denn eigentlich? Egal. Laut Stupipedia müsste es in den intellektuellen Kreisen eh heißen: „Die maximale voluminöse Expansion subterraner, zum Verzehr bestimmter Teile von Nachtschattengewächsen steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität der, sie kultivierenden, Agrarökonome“. Aber in intellektuellen Kreisen hab ich wohl bald eh nichts mehr zu suchen. Zumindest wenn es nach dem Anthroposophen Rudolf Steiner geht, wird es mit meiner Intelligenz schnell bergab gehen.

Steiner behauptet nämlich, dass Kartoffeln dumm machen.  So sagt er : „Seit in Europa diese Kartoffelnahrung immer mehr und mehr überhand genommen hat, seit der Zeit ist der Kopf des Menschen unfähiger geworden.“

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Saisonkalender Oktober

Saisonkalender Oktober

Zunächst muss ich mich entschuldigen. Jetzt kommt der Saisonkalender Oktober. Der letzte Saisonkalender, den ich veröffentlicht habe, war der August. Der arme September. Ich habe ihn einfach ignoriert. Nicht einmal vergessen, nein, er konnte einfach keinen Platz auf meiner Prioritätenliste ergattern. Shame on me! Aber der Oktober macht es wieder gut. Viele Leckereien sind leider vom Kalenderblatt verschwunden, aber viele tolle Sachen sind neu dabei. Kein Wunder, schließlich ist jetzt Erntedank. Mit dabei ganz viel tolles und erdendes Wurzelgemüse und mein geliebter Kürbis.

Hier findest du ein paar Inspirationen für feine Herbstgerichte:

Sellerieschnitzel mit Pastinaken-Karotten-Stampf

Marokkanisch gefüllter Butternut-Kürbis

Sellerie-Apfel-Suppe

Linsen-Dinkel-Salat mit Äpfeln und Lauch

Wurzeliges Wintersüppchen mit karamellisierten Maronen

Den Kalender kannst du dir hier wie immer in DIN A4 als PDF downloaden: Saisonkalender Oktober

One Pot Pasta á la Puttanesca Vegan

Vegane One Pot Pasta á la Puttanesca

Derzeit geht es bei mir drunter und drüber. Das hast du sicherlich auch schon bemerkt, weil ich sehr lange keinen Blogeintrag mehr verfasst habe. Beruflich ist bei mir derzeit einiges im Umbruch und das frisst echt Ressourcen. Aber mein Blog hat mir wirklich schon sehr gefehlt und ich habe mir ganz fest vorgenommen ihn nicht mehr so zu vernachlässigen.

Für mein Comeback gibt es heute ein supercooles und vor allem superschnelles Rezept. Vor allem wenn es im Privaten oder Beruflichen mal heiß hergeht ist so ein leckeres Essen doch ein richtiger Seelenstreicher oder? Und Pasta doch sowieso. One Pot Pasta ist ein guter Kompromiss zwischen „Ich will gerne was Frisches kochen“ und „Alter Falter, eigentlich hab ich nicht einmal Zeit um eine Pipipause einzulegen“. Einfach alle Zutaten  zusammen in den Topf und innerhalb kurzer Zeit steht das Essen auf dem Tisch.

One Pot Pasta Puttanesca

Wo ich vorhin beim Thema „heiß hergehen“ war. Wusstest du eigentlich das „alla Puttanesca“ nach Hurenart bedeutet? Ich war ja regelrecht schockiert (eigentlich nicht wirklich) als ich das vorhin gelesen habe.  Warum das so ist? Weiß ich natürlich auch. Hab schließlich Wikipedia gelesen 😉 Es gibt tatsächlich mehrere Erklärungen dafür. Zum einen waren die Huren damals (wie heute?) viel beschäftigt und hatten nicht viel Zeit zum Kochen. Die Pasta alla Puttanesca konnte man mal eben schnell zwischen zwei Freiern kochen. Zweite Erklärung: Die Huren durften früher ihr Bordell nur einmal in der Woche verlassen und waren deshalb darauf angewiesen, bei diesem Freigang möglichst viel haltbare Lebensmittel zu kaufen. Bei Facebook wurde ich auf eine dritte Variante aufmerksam gemacht. Hurenart bzw. nach schlampiger Art, weil man einfach alles schlampig zusammenwirft.

So ein schlüpfriges Gericht. Passt aber auch irgendwie zu der One Pot Variante. Alle in einen Topf und ordentlich durchmischen. Ist dann vielleicht Pasta nach Swingerart? 😉

 

5.0 from 2 reviews
One Pot Pasta á la Puttanesca
 
Am Herd:
Kategorie: Hauptgericht, Pasta
Das brauchst du
  • 250g Vollkorn-Spaghetti
  • 350ml Gemüsebrühe
  • 200g Oliven
  • 3EL Kapern
  • 200g Artischockenherzen
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Basilikum
  • 1TL Oregano
  • 1 /2 Chilischote (keine ganz scharfe)
  • Salz und Pfeffer
So wird´s gemacht
  1. Die Knoblauchzehe, die Chili und die Zwiebel fein hacken. Die Oliven vierteln.
  2. Die Spaghetti eventuell einmal durchbrechen und mit den übrigen Zutaten in einen großen Topf geben.
  3. Deckel auf den Topf und das Ganze zum Kochen bringen.
  4. Die One Pot Pasta muss nun je nachdem wie du die Nudeln gerne magst für etwa 9-12 Minuten kochen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren. Und schon fertig. Wahnsinn oder?

 

Weitere Rezepte für turbulente Zeiten mit wenig Zeit zum Kochen findest du in der Kategorie Quick & Clean. Wie wäre es zum Beispiel mit Kichererbsen-Tomaten-Salat oder einer leckeren Süßkartoffel-Kokos-Suppe?

Saisonkalender August

Saisonkalender August

Wer hat an der Uhr gedreht? Ich war es nicht, aber derjenige der gedreht hat, hat so schnell gedreht, dass heute schon der 4. August ist und ich noch keinen neuen Saisonkalender fertig hatte. Die Betonung liegt auf hatte, denn jetzt ist er da. I proudly present the new Saisonkalender for August.

Wie immer kannst du ihn dir hier als PDF downloaden und an den Kühlschrank pinnen.

Saisonkalender August

Falls du noch nicht weißt, was du mit all den Leckereien, die der August so bietet, anfangen sollst habe ich hier eine kleine Inspirationslister für dich:

Nektarinen, Pfirsiche, Aprikosen etc. kannst du toll zu einer Chia-Marmelade verarbeiten

Paprika, Zucchini und Bohnen machen sich super in einem veganen Stifado

Beeren jeglicher Art bringst du auf leckeren zuckerfreien Waffeln unter

Einfach alles aus dem Gemüseregal und deinem Garten sollte in diesem Sommersalat landen

Bei Zucchiniflut hilft nur eins: Zoodles mit Grünkern-Bolognese

Ich wünsche dir einen tollen August. Genieße die spätsommerlichen Sonnenstrahlen!

 

 

Chiamarmelade

Nektarinen-Rosmarin-Chia-Marmelade

Ein Brötchen mit frischer Marmelade. Marmelade mit Joghurt. Marmelade auf Pancakes. Marmelade auf Waffeln. Einen Löffel Marmelade pur.

Ich finde Marmelade hat immer irgendwie etwas heimelig. Vielleicht weil es einen an Zeiten erinnert, wo man auf der Eckbank saß und der Mama beim Marmeladekochen zugeschaut hat. Der Duft von Spätsommer liegt in der Luft und vermischt sich mit dem süßen Aroma der Sommerschätze. Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Stachelbeeren, der Marmeladenphantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und dann, nach dem Abfüllen in die Gläser, die noch warmen Marmeladenreste aus dem Einkochtopf kratzen. Seufz.

Heute esse ich Marmelade nur noch sehr selten, denn der Zuckergehalt ist mir einfach zu hoch. Zudem enthält Gelierzucker oft unschöne Zusatzstoffe wie beispielsweise Sorbinsäure.

Homemade Marmelade mit Chia als Geliermittel ist da eine tolle Alternative. Chiasamen sind reich an Antioxidantien, Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Die Chiamarmelade kommt zudem komplett ohne Industriezucker und irgendwelche Zusatzstoffe auf. Ein kleines Manko hat sie aber vielleicht, sie ist nicht sehr lange haltbar. Im Kühlschrank kannst du sie etwa 2-3 Tage aufbewahren. Aber keine Angst, so lange hält sie gar nicht, denn die süßen Nektarinen in Kombination mit dem aromatischen Rosmarin schmecken so lecker, dass alles ratzfatz weggenascht ist.

 

5.0 from 1 reviews
Nektarinen-Rosmarin-Chia-Marmelade
 
Am Herd:
Das brauchst du
  • 2 Nektarinen
  • 1 Schuss Ahornsirup
  • 5-6 Rosmarinnadeln
  • 2 EL Chiasamen
So wird´s gemacht
  1. Die Nektarine in Würfel schneiden. Den Ahornsirup in einem kleinen Topf erhitzen und die Nektarinenstücke und die gehackten Rosmarinnadeln zufügen. Das Ganze etwa 4-5 Minuten etwas anschmoren.
  2. Aus der Pfanne direkt in den Mixer geben und zu einem Fruchtpürree verarbeiten. Abkühlen lassen.
  3. Dann die Chiasamen gut unterrühren und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

 

 

Vegane Currywurst

Mantaplatte 2.0 – Vegane Currywurst mit Süßkartoffel-Pommes und Mango-Mayo

Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets. Auf Kohle geboren (also nicht direkt, ich hoffe meine Mama lag in einem Bett). Aufgewachsen in einer Welt voller „Hömma“ und „Kumma“. Mit einer Bude umme Ecke (woanders heißt das Kiosk hab ich mir sagen lassen) und mindestens zehn Pommesbuden in einem Umkreis von zwei Kilometern. Damals habe ich mit meiner besten Freundin große Pläne geschmiedet. Wenn wir erst mal volljährig sind, damals waren wir übrigens ungefähr neun Jahre alt, dann würden wir uns gemeinsam eine Wohnung suchen. Wir würden in einer WG leben. Ganz ohne Eltern. Und diese WG würde einen ganz besonderen Standort haben. Es gab nur einen einzigen Ort auf der Welt, wo wir gemeinsam hinziehen wollten. In die Wohnung über dem Saloniki Grill. Der Saloniki Grill war unsere Stammpommesbude. Im Sommer schauten wir jedes Mal nach dem Freibad hier vorbei und im Winter auch einfach ohne Freibad. Der Name lässt es zwar nicht vermuten, aber der Saloniki Grill konnte nicht nur gutes Gyros machen, sondern auch eine tofte Currywurst. Ich glaube ja, dass das irgendwie zu der Pommesbudenbesitzerausbildung im Ruhrgebiet gehört. Hygiene? Scheiß drauf. Freundlicher Service? Braucht kein Mensch. Gute Currywurst? Muss!

Jedenfalls waren wir uns sicher, wenn wir erst mal über dem Saloniki Grill wohnen, dann wird alles besser. Scheiß Tag gehabt? Kein Problem. Einfach Treppe runter, Pommes aufe Hand, Treppe wieder hoch. Um nicht die Hoffnung auf ein Happy End zu wecken, wir haben es nie über die Pommesbude geschafft. Heute lebe ich sogar weiter entfernt vom Saloniki Grill als jemals zuvor. Pommesbuden gibt es hier aber auch noch. Der Saloniki Grill ist gegangen, meine Liebe zur Currywurst ist geblieben. Was haben wir schon gemeinsam durchgestanden. Die Currywurst und ich. Wie oft hat sie nachts nach der Disco mein Leben gerettet und wie viele Tränen nach einem beschissenen Tag hat sie schon getrocknet (Artikel über Emotional Eating folgt…versprochen!).  Schon Herbert Grönemeyer wusste ja: „Bisse richtig down, brauchse wat zu kaun, ne currywurst“.  Ich stand ihr auch in schlechten Zeiten zur Seite. Zum Beispiel in Hessen, wo ich eine Currywurst bestellte und eine Wurst mit Ketchup und Currypulver bekam. Ich möchte nicht weiter darüber reden.  Auch diese schweren Momente habe ich mitgetragen. Es schien als wären wir untrennbar, die Currywurst und ich. Doch dann geschah, was niemand ahnen konnte. Ich wurde Veganerin. Aber echte Liebe stirbt nicht. Nicht als Veganerin und nicht als „Clean Eaterin“ und deshalb gibt es heute eine Liebeserklärung an die Currywurst. Zeiten mögen sich ändern, Dinge ändern sich, aber eins ändert sich nie: „Wat schönret gibt et nich als wie Currywurst.“ Sagt der Herbert und der muss es wissen.

Hier also meine Interpretation der Mantaplatte. Kichererbsen-Tofu-Würstchen mit einer scharf-süßlichen Currysoße, Süßkartoffel-Pommes und einer Mango-Mayonnaise. Das Gericht kommt komplett ohne Zusatzstoffe und Industriezucker aus. Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate sind reichlich vorhanden. Gute Fette ebenso. Was will man also mehr? Ach ja, leider ist die Mantaplatte 2.0 ähnlich gehaltvoll wie das Original, auch wenn die Inhaltsstoffe um Längen besser sind. Also nicht allzu oft genießen 😉

Mantaplatte 2.0 - Vegane Currywurst mit Süßkartoffel-Pommes und Mango-Mayo
 
Am Herd:
Portionen: 3
Das brauchst du
Für die Würstchen
  • ½ Apfel, fein gewürfelt
  • ½ Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 100g Tofu
  • 200g Kichererbsenmehl
  • 300ml Wasser
  • 2TL Currypulver
Für die Currysoße
  • ½ Apfel, fein gewürfelt
  • ½ Zwiebel, fein gewürfelt
  • 100ml Apfelsaft
  • 350ml passierte Tomaten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2½ TL Currypulver, ½ TL Paprikapulver, etwas Chili, Salz und Pfeffer
Für die Süßkartoffel-Pommes
  • 1kg Süßkartoffeln
  • etwas Olivenöl
  • Paprikapulver
Für die Mango-Mayo
  • 75g Cashewkerne
  • 75ml Wasser
  • 80g Mango
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz und Pfeffer
So wird´s gemacht
  1. Für die Würstchen den Apfel und die Zwiebel kurz anbraten. Dann gemeinsam mit dem Tofu pürieren. Das Kichererbsenmehl mit dem Wasser zu einer cremigen Masse verrühren. Dann den pürierten Tofu unterrühren. Auf Klarsichtfolie oder Backpapier aus ⅙ der Masse eine Art Wurst formen und diese in die Klarsichtfolie eng einrollen. Die Enden der Klarsichtfolie nehmen und die Wurst in der Luft drehen, bis diese fest in der Folie eingewickelt ist. Den Vorgang mit den anderen fünf Würsten wiederholen. Einen Topf mit Wasser erhitzen und die Würstchen im Dampfaufsatz ca. 30 Minuten dämpfen. Zwischendurch mit den Händen testen, ob die Würstchen schon fest sind. Die fertigen Würstchen zur Seite stellen.
  2. Den Backofen auf 200°C vorheizen.
  3. Für die Mayonnaise alle Zutaten zusammen im Hochleistungsmixer auf der höchsten Stufe pürieren und aufschlagen, bis eine cremige Masse entsteht. In den Kühlschrank stellen.
  4. Die Süßkartoffeln schälen und in pommesähnliche Stifte schneiden.In einer Schale mit einem Schuss Olivenöl und dem Paprikapulver vermischen und die Pommes auf einem Backblech verteilen. Für ungefähr 20-30 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben.
  5. Während die Pommes im Ofen garen, die andere Apfel- und die andere Zwiebelhälfte in einem kleinen Topf in etwas Öl anschwitzen. Das Tomatenmark hinzufügen und noch ein wenig anbraten. Dann mit dem Apfelsaft ablöschen und die passierten Tomaten zugeben. Etwa 5-10 Minuten köcheln lassen. Dann im Mixer pürieren und das Curry, das Paprikapulver und das Chili unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Die Würstchen von der Folie befreien und in etwas Öl in einer Pfanne anbraten. Wenn die Würstchen knusprig braun sind, in Scheiben schneiden und mit der Currysoße auf einem Teller anrichten. Die Pommes aus dem Ofen holen und fertig ist die Currywurst mit den Süßkartoffel-Pommes und der Mango-Mayo.

 

Veganes Stifado

Veganes Stifado – Griechischer Eintopf

Vor einer halben Ewigkeit, ich war noch wirklich jung und knackig, war ich mal auf Kreta. Direkt nach dem Abitur war das. Ich hatte damals ein richtiges Schnäppchen geschossen. Eine Woche Kreta inkl. Flug und Halbpension für sagenhafte 209€. Das Hotel befand sich auf der Südseite der Insel und bei der einstündigen Taxifahrt dorthin war ich mir sicher, dass ich es nicht mehr lebendig zu Gesicht bekommen würde. Unser Taxifahrer war von Sinnen. Ehrlich. Das dachte ich zumindest. Denn nach einer Woche auf der Insel fiel mir dann auf, dass das scheinbar der ganz normale griechische Fahrstil ist. Sei es drum. Wir haben das Hotel lebend erreicht und es war, naja, einfach gehalten. Das Frühstück dort bestand aus Weißbrot und Honig. Und griechischem Joghurt, der eigentlich gar keiner war. Ich machte mir nicht allzu viele Hoffnungen, dass das Abendessen besser wäre. Doch weit gefehlt. Abends stand Mama in der Küche. Eine original griechische Mama. Das Essen war spitzenklasse. Original griechische Küche. Mit Liebe gekocht. Dort habe ich das erste Mal Stifado gegessen. Damals natürlich noch mit Fleisch.

Zeiten ändern sich. Ich bin nicht mehr ganz so jung und knackig und auf Kreta war ich bedauerlicherweise schon sehr lange nicht mehr. Eine griechische Mama steht leider auch nicht in der Küche. Pah. Selbst ist die Mama. Meine Damen und Herren, Freunde der kretischen Taxifahrer und Liebhaber der griechischen Kochkunst, ich präsentiere: veganes Stifado.

Stifado? Stifado ist eigentlich ein griechischer Eintopf. Traditionell wird er mit Kaninchenfleisch zubereitet. Natürlich nicht bei mir. Ich habe das Kaninchen ersetzt durch jede Menge frisches Gemüse und heraus kam ein wunderbar aromatisches Essen. Schmeckt hervorragend mit Kritharaki (das sind diese kleinen griechischen Nudeln), einem frischen Baguette oder Kartoffeln.

Veganes Stifado - Griechischer Eintopf
 
Am Herd:
Kategorie: Eintopf, Hauptgericht, Suppe
Portionen: 4
Das brauchst du
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Zucchini
  • 1 Aubergine
  • 250g grüne Bohnen
  • 300g Champignons
  • 1 Dose Kichererbsen, abgetropft
  • 250g Cherrytomaten
  • 300ml Rotwein
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 6 Wacholderbeeren
  • 3 Lorbeerblätter
  • 3 Nelken
  • jeweils ½ TL Rosmarin, Fenchelsamen, Anis und Zimt
So wird´s gemacht
  1. Knoblauch und Zwiebel fein hacken. Aubergine, Zucchini und Paprika in mundgerechte Stücke schneiden. Die Cherrytomaten und die Champignons werden halbiert.
  2. Etwas Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und Knoblauch und Zwiebeln darin anschwitzen. Dann Aubergine, Zucchini, Paprika und die Champignons zufügen und weitere 5 Minuten anbraten. Nun kommen die Cherrytomaten hinzu und das Ganze sollte weitere 2-3 Minuten braten.
  3. Mit dem Rotwein ablöschen und nach kurzem Köcheln die Gemüsebrühe und die Kichererbsen hinzufügen.
  4. Jetzt kommen die Gewürze dazu. Am einfachsten ist es, die Gewürze in einen Teebeutel oder ein Tee-Ei zu packen. Das erleichtert das Entfernen am Ende des Kochens.
  5. Jetzt sollte alles zusammen etwa 40 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.
  6. Am Ende der Kochzeit werden die Gewürze entfernt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je nach Geschmack kann die aromatische Soße noch mit etwas Speisestärke angedickt werden.

καλή όρεξη!————————————————————–Guten Appetit!

Vegane Waffeln zuckerfrei mit Kokossahne

Vegane zuckerfreie Waffeln mit Kokossahne

Ich bin ein Waffelschwein. Was? Ein Waffelschwein? Jap genau. Ein Waffelschwein. Ich wurde gezüchtet um Waffeln zu erschnüffeln. Ehrlich. Wenn ich durch die Stadt laufe oder durchs Möbelhaus oder nur an irgendeinem Küchenfenster vorbei, ich schwöre, ich erschnüffel jede Waffel. Noch lange bevor ein Waffeleisen in Sicht ist habe ich bereits die Fährte aufgenommen.

Die Krux an der ganzen Sache ist, dass ich die Waffel zwar erschnüffel und finde, aber dann nicht esse. Denn leider sind die so erschnüffelten Waffeln in der Regel weder vegan noch clean. Macht nix. Selbst ist das Waffelschwein und tüftelt eine vegane und zuckerfreie Variante aus.

Was soll ich sagen? Mir hat es geschmeckt. Machen wir uns nichts vor, natürlich sind die Waffeln ein bisschen anders als die „normalen“ Waffeln. Aber ich finde vor allem mit der Kokossahne und den frischen Früchten schmecken sie super und passen hervorragend ins Clean Eating Konzept.

Das Waffeleisen sollte allerdings gut gefettet sein. Da die Waffeln kein Ei enthalten ist die Bindung nicht ganz so gut. Wenn das Eisen nicht gut gefettet ist, kann es passieren, dass die Waffel sich zweiteilt und ein Teil oben am Waffeleisen, das andere unten pappt.

Womit isst du denn deine Waffeln gerne?

Vegane zuckerfreie Waffeln mit Kokossahne
 
Am Herd:
Kategorie: Süßes
Portionen: 6 Waffeln
Das brauchst du
Für die Waffeln:
  • 30g Kokosfett
  • 160g Dinkelmehl (Vollkorn)
  • 250ml Hafer- oder Mandeldrink
  • 2 Medjool-Datteln
  • 2TL Backpulver
Für die Kokossahne:
  • 1 gekühlte Dose Kokosmilch
  • 1 Minispritzer Ahorn- oder Reissirup
So wird´s gemacht
  1. Für die Waffeln die Datteln mit der Milch pürieren. Das Kokosfett schmelzen. Mehl und Backpulver verrühren. Dann die Dattelmilch und das flüssige Kokosfett unter die Mehl-Backpulver-Mischung rühren.
  2. Im Waffeleisen ausbacken.
  3. Für die Kokossahne die Kokosmilch aus dem Kühlschrank holen und den verfestigten Anteil abschöpfen. Den flüssigen Anteil brauchen wir hier nicht, du kannst ihn aber super für einen Smoothie verwenden.
  4. Den Minispritzer Ahorn- oder Reissirup zum festen Kokosmilchanteil geben und mit einem Mixer für etwa fünf Minuten aufschlagen. Die Kokossahne ist fertig, wenn sie eine cremig-lockere Konsistenz hat. Die Sahne sollte sofort verwendet werden, sie fällt sonst schnell zusammen.

 

Veganer Gartensalat mit Kressedressing

Bunter Gartensalat mit Dinkel, Linsen und Kresse-Dressing

Die Auswahl in den Gemüseregalen ist doch im Moment fantastisch oder findest du nicht? Und über das Wetter konnten wir uns in den letzten Wochen ja auch nicht wirklich beklagen. Wenn es so heiß ist, dann esse ich am liebsten einen erfrischenden Salat. Manchmal habe ich allerdings dann das Problem, dass ich schnell wieder Hunger habe. Es muss also ein Salat her, der nicht zu schwer ist und gleichzeitig aber ordentlich satt macht. Wenn möglich sollte er auch noch ne gute Portion Eiweiß enthalten (du weißt ja sicher, dass beim Clean Eating in den Mahlzeiten immer komplexe Kohlenhydrate mit Eiweißen kombiniert werden sollten).  So viele Wünsche…aber ich habe die Lösung: einen bunten Gartensalat mit Dinkel und Linsen.

Das Tolle daran ist, dass du unheimlich variabel beim Gemüseanteil bist. Einfach alles rein in den Salat was grad Saison hat und im Garten wächst (deswegen auch Gartensalat ;)).

Bunter Gartensalat mit Dinkel, Linsen und Kresse-Dressing
 
Am Herd:
Kategorie: Hauptgericht, Salat
Portionen: 4
Das brauchst du
Für den Salat
  • 150g Belugalinsen
  • 150g Dinkel
  • 200g Salat nach Wahl
  • 2 Tomaten
  • 1 Gurke
  • 1 Kohlrabi
  • 8 Radieschen
  • 4 Frühlingszwiebeln
(im Prinzip hast du hier aber freie Wahl und kannst jedes Gemüse verwenden)
Für das Dressing
  • 1 Kressebeet
  • 2 EL Leinöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 2 EL Wasser
  • 1TL Senf
  • 1TL Agavendicksaft
  • Salz und Pfeffer
So wird´s gemacht
  1. Die Belugalinsen und die Dinkelkörner in getrennten Töpfen nach Packungsanleitung kochen, dann abschütten und abkühlen lassen.
  2. In der Zwischenzeit den Salat und das Gemüse kleinschneiden.
  3. Für das Dressing Leinöl, Apfelessig, Senf, Agavendicksaft und Wasser mit Salz und Pfeffer vermischen. Das Kressebeet abernten und mit dem Dressing vermischen.
  4. Linsen, Dinkel, Gemüse und Salat vermischen und das Dressing unterrühren. Eine halbe Stunde im Kühlschrank unterziehen und dann genießen.

Ich habe mich diesmal für eine Mischung aus Rote-Beete-Blätter, Rucola, Gartensalat (alles aus dem Garten meiner Mama) Kohlrabi, Radieschen, Tomaten und Gurke entschieden. Richtig rund wird die der Salat durch das frische Kressedressing. Vielleicht hast du ja Lust den bunten Gartensalat bei der nächsten Hitzewelle mal auszuprobieren.

 

Antipasti- Nudelsalat vegan clean

Antipasti-Nudelsalat- natürlich clean und vegan

Puh…puuuuuh…ist das warm oder ist das wirklich richtig warm hier in den letzten Tagen? Ich jammere nicht! Das möchte ich ganz klar feststellen. Denn ich liebe den Sommer. Ich liebe die Luft und den Geruch des Sommers. Den findet man vor allem früh morgens oder spät abends finde ich. Oder wenn man an einem heißen Tag in den schattigen Wald geht. Da riecht es dann auch immer so speziell. Nach Sommer einfach.

Und ich liebe den Sommer für das, was er uns alles schenkt. Paprika, Zucchini, zig Salate, Nektarinen, Erdbeeren, Gurken, Tomaten, Kirschen… Das ist so vielfältig und so unheimlich lecker und, hach, Sommer I love you.

Was ich im Sommer allerdings nicht so gerne mag ist Kochen. Ich verbringe meine Zeit dann lieber draußen und nicht am heißen Herd. Wenn es dir ähnlich geht, du aber trotzdem nicht auf leckeres Essen verzichten möchtest, dann habe ich hier etwas für dich.

Einen leckeren Antipasti-Nudelsalat. OK, der Backofen muss dafür angeworfen werden, aber wenn das Gemüse im Ofen ist, kannst du dich ja schnell wieder auf deinen schattigen Balkon verziehen. Ich finde den Salat übrigens auch als Beilage zum veganen Grillen klasse.

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